Ziel der Entwicklung
Es bestand das Ziel in der Entwicklung eines Ladungstransfer-Elektrodensystems hinsichtlich der Detektion textilgenerierter zündfähiger Entladungen für Gas-Dampf-Luftgemische der Explosionsgruppe ab IIC und einer Mindestzündenergie von ≥ 0,016 mJ. Zusätzlich erfolgte die Entwicklung einer geeigneten Bewertungsmethode. Das Anwendungsfeld bezieht sich auf elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung.
Vorteile und Lösungen
Die Lösung basiert auf der Bewertung der in einer Entladung übertragenen zeitbezogenen Ladungsmenge. Aus dieser Information kann eine elektrostatisch funktionale und sicherheitsorientierte Kleidungsgestaltung ermöglicht werden. Dies schließt auch die Betrachtung gegebener Zusatzelemente, wie Reflexstreifen, Label oder Knieschoner mit ein. Das Ladungstransfer-Elektrodensystem ist Bestandteil einer Prüfanordnung auf Basis eines Elektrostatik-Personenmodells und Inhalt der Normungsarbeiten zur Entwicklung des Standards EN 1149-4.
Zielgruppe und Zielmarkt
Von den Vorhabensergebnissen partizipieren u. a. Textilhersteller, Konfektionäre und Anwender von ableitfähiger Schutzkleidung sowie Prüf- und Zertifizierungsstellen, gesetzgebende Institutionen und Sicherheitsstellen. Weitere Anwendungspotentiale ergeben sich ebenfalls in den Bereichen Militär, intelligente Kleidung oder EPA-Kleidung. Das Ladungstransfer-Elektrodensystem ist Inhalt der Normungsarbeiten zur Entwicklung der europäischen Norm EN 1149-4. Da die elektrostatische Aufladbarkeit eine generelle Materialeigenschaft ist und Schutzkleidung immer notwendig sein wird, ergeben sich für die Projektergebnisse Zukunftschancen.