Ziel der Entwicklung
Die Herstellung von Gerstenmalz ist ein natürlicher, jedoch energieintensiver Prozess. Durch die Verkürzung von Prozesszeiten oder die Ermöglichung der Verringerung der benötigten Wassermenge für die Keimung können Frischwasser und Energie eingespart werden. Durch die Anwendung eines physikalischen Verfahrens (PEF) unter Nutzung elektrischer Energie können die metabolischen Prozesse im keimenden Gerstenkorn beschleunigt werden. Da es sich um ein physikalisches Verfahren handelt, können die Anforderungen des deutschen Reinheitsgebotes oder eines Clean-Label-Produktes erfüllt werden. Die Nutzung elektrischer Energie ermöglicht die Nutzung regenerativer Energien für das Verfahren.
Vorteile und Lösungen
Die gepulsten elektrischen Felder wurden nach einer kurzen Weiche der Gerstenkörner in speziellen Behandlungskammern auf die Gerstenkörner appliziert. Diese wurden im Anschluss in die regulären Keimgefäße überführt. Der Erfolg der Behandlung ist von den gewählten Parametern (elektrische Feldstärke und spezifische Energie) sowie dem Grad der Vorweiche entscheidend.
Zielgruppe und Zielmarkt
Die Zielgruppe sind nationale und internationale Mälzereien. Profiteure sind die Malz- und Brauindustrie. Der Transfer der Ergebnisse erfolgt über Fachkonferenzen und Publikationen. Anwendungsbeispiele in der Industrie sind derzeit nicht bekannt. Jedoch führt ein Anlagenhersteller ein Produkt zur Applikation gepulster elektrischer Felder für den Mälzungsbereich. Wir erwarten positive Effekte durch Beratungs- und Analytikumsätze sowie durch Lizenzeinnahmen.