Ziel der Entwicklung

Logo: Obere Reihe: Originalfotos von unterschiedlich gut geschützten Aluminiumproben nach Klimabelastung. Untere Reihe: Mit Bildverarbeitungssoftware markierte Korrosion. Berechneter Flächenanteil der Korrosion abzgl. Blindwert v. l. n. r.: 99%, 42%,
Obere Reihe: Originalfotos von unterschiedlich gut geschützten Aluminiumproben nach Klimabelastung. Untere Reihe: Mit Bildverarbeitungssoftware markierte Korrosion. Berechneter Flächenanteil der Korrosion abzgl. Blindwert v. l. n. r.: 99%, 42%,

Die existierenden Prüfmethoden für VCI-Verpackungsmittel (VCI = volatile corrosion inhibitors, dt. flüchtige Korrosionsinhibitoren) testen nahezu ausschließlich die Schutzwirkung auf Stahl. Es wurde nach neuen Verfahren gesucht, diese Prüfungen auch verstärkt auf Nichteisenmetalle (NE-Metalle) wie z. B. Aluminium- und Kupferlegierungen auszuweiten. Bisher war kein zuverlässiges Verfahren zur Prüfung von VCI-Korrosionsschutzmitteln für NE-Metalle bekannt. Die Bewertungs- und Ausfallkriterien waren unzureichend oder überhaupt nicht definiert. Es konnte nur pauschal und weitgehend subjektiv festgestellt werden, ob Korrosion bzw. eine Verfärbung bei NE-Metallprüfkörpern während eines Tests auftrat oder nicht, weil insbesondere die Erfassung und Quantifizierung der Korrosion bei NE-Metallen ein Problem darstellt.
Mittels moderner Verfahren zur digitaler Bildaufnahme und Bildverarbeitung können Oberflächenveränderungen auf NE-Metallen durch Korrosion erfasst und deren Flächenanteil bestimmt werden. Es kann demnach ein Bewertungssystem mit Korrosionsgraden bzw. -noten erstellt werden, indem man Farbschwellenwerte und Flächengrößen festlegt.

Vorteile und Lösungen

Mit den neuen VCI-Prüfverfahren, die das IKS als Dienstleistung anbietet, können Anwender und die Korrosionsschutzwirkung von VCI-Materialien auf verschiedene NE-Metalle überprüfen und einstufen. Fehleinschätzungen aufgrund subjektiver Bewertung werden dank digitaler Bildauswertung stark verringert. Dadurch können Fehlinvestitionen in ungeeignete oder überteuerte Schutzmittel vermieden sowie Verluste und Kosten durch Produktschäden und Reklamationen reduziert werden. Für Hersteller von VCI können die neuen Testverfahren bei der Weiter- und Neuentwicklung von Nutzen sein.

Zielgruppe und Zielmarkt

Im Projekt gewonnene Erkenntnisse zur Inspektion und Charakterisierung von Metalloberflächen könnten auch auf andere Korrosionsprüfungen übertragen werden. Das neue Verfahren kann ebenso in künftige Werks- und Industrienormen einfließen.