Ziel der Entwicklung

Logo: Düsenbalken mit energiereichem Wasserstrahl, © STFI e.V.
Düsenbalken mit energiereichem Wasserstrahl, © STFI e.V.

Die Zielstellung des Projektes bestand in der Erarbeitung energetischer und technologischer Grundlagen und Erkenntnisse an der Arbeitsstelle Düsenbalken/Siebband zur Verbesserung der Energieeffizienz des Spunlace-Prozesses. Diese technischen Prozesskomponenten tragen direkt zur Senkung der Gesamtkosten bei:
– Senkung des Prozesswasserverbrauches, dadurch Senkung des Energieverbrauches der Hochdruckpumpen zur Erzeugung der Wasserstrahlen
– Reduzierung der Intensität der Vakuumabsaugung und der Trocknungsleistung durch geringeren Prozesswassereintrag bei der Wasserstrahlverfestigung
– Onlineüberprüfung der Restfeuchte nach der Wasserstrahlverfestigung, vor der Ultraschall-entwässerung und vor bzw. nach dem Siebtrommeltrockner

Vorteile und Lösungen

Der innovative Lösungsweg basierte auf der Beschreibung der Haupteinflussparameter und der Erarbeitung bzw. Umsetzung eines verfahrenstechnischen Konzeptes zur Nutzung des energiereichen Bereiches der Wasserstrahlen beim hochproduktiven Spunlace-Prozess. Ziel war die maximale Verfestigung des Spunlace-Vliesstoffes mit minimalem Prozessdruck bzw. Prozesswassereinsatz (Einsatz neuer Düsenstreifenkonfigurationen von Groz-Beckert KG, Albstadt) zur Erhöhung der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Durch den geringeren Prozesswasserverbrauch im Spunlace-Prozess, kann die Entwässerung des Spunlace-Vliesstoffes bzw. die Trocknerleistung reduziert und damit der Energieverbrauch gesenkt werden.

Zielgruppe und Zielmarkt

Positive Forschungsergebnisse werden im Rahmen des Projektes zu Weiterentwicklungen von Vliesstoffanlagen für innovative und kosteneffizient herstellbare Spunlace-Vliesstoffe mit geringerem Energieverbrauch bzw. CO2-Fußabdruck führen. Weiterhin werden die Vliesstoffproduzenten in die Lage versetzt, Kostensenkungen ihrer Endprodukte bei gleicher bzw. höherer Produktivität zu erreichen. Komponentenhersteller (Düsenstreifen) und Hersteller für Inspektionstechnik (Qualitätsüberwachung Produktionsprozess und Vliesstoffqualität) werden durch neue innovative Produkte ihren Umsatz erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen.
Es ist davon auszugehen, dass die Weiterentwicklung auf dem Gebiet des Textilmaschinenbaus positiv beeinflusst wird und sich die Anlagen deutlich von den Wettbewerbern abheben. Dadurch wird ein Wettbewerbsvorteil für die deutsche Textilindustrie und den deutschen Textilmaschinenbau erreicht.
Die Bearbeitung des Forschungsvorhabens und der Ergebnistransfer erfolgte im engen Zusammenwirken mit diesen Unternehmen:
– Groz-Beckert KG, Albstadt
– Herrmann Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG, Karlsbad
– PLEVA GmbH, Empfingen
– Trützschler Nonwovens & Man-Made Fibers GmbH, Egelsbach
– Norafin Industries (Germany) GmbH, Mildenau.
Es ist einzuschätzen, dass die Industrieüberführung durch die beteiligten Industriepartner und weitere Unternehmen zeitnah nach Berichtslegung erfolgen kann.