Ziel der Entwicklung
Für hochwertige, additiv gefertigte Produkte gibt es einen besonderen Bedarf nach Lösungen für den Produktschutz. Insbesondere filamentbasierte Verfahren sind sehr weit verbreitet und auch günstige Geräte erlauben es, äußerlich nicht unterscheidbare Fälschungen herzustellen. Die Herstellung technisch anspruchsvoller Bauteile mit additiven Verfahren jedoch besonderes Know-how bezüglich Materialauswahl, Prozessplanung und Prozessführung.
Produktfälschungen stellen damit nicht nur ein wirtschaftliches Risiko für den Hersteller, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für den Anwender dar. Daher werden dringend unkomplizierte und
flexible Verfahren für den Produktschutz benötigt, um auch möglichst vielen kleineren Firmen den Schutz ihres geistigen Eigentums und damit ihres Wirtschaftsmodells zu ermöglichen.
Vorteile und Lösungen
Das Ziel wurde durch die äußerlich nicht sichtbare Integration eines modifizierten Kunststoffmaterials in die innere Struktur additiv gefertigter Bauteile realisiert. Die Kombination aus
modifiziertem Material und geeigneter Markerstruktur ermöglichen die Detektion mittels Röntgen-CT bzw. ultraschallbasiertem Pulse-Echo-Verfahren. Somit können Informationen versteckt im Bauteil codiert werden, welche die Kennzeichnung von Originalbauteilen zum Zwecke des Produktschutzes und der Nachverfolgbarkeit ermöglichen. Das Verfahren ist mit handelsüblicher Hardware kompatibel (Filament- oder Granulat-3D-Drucker mit 2 Druckköpfen oder Materialwechselsystem).
Zielgruppe und Zielmarkt
Zielgruppe sind Unternehmen, welche hochwertige und technisch anspruchsvolle additiv gefertigte Bauteile vertreiben oder in ihren Produkten einsetzen, zum Beispiel im Anlagen-
und Sondermaschinenbau, Messgerätebau, Medizin- und Orthopädietechnik, Verkehrsmittelbau, Automobilbau oder im Konsumgüterbereich.